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August 11, 2009 Fotografie 8 Kommentare

Um den maximalen eines Objektivs zu berechnen, fotografiert man auf verschiedenen Brennweiten und stellt das Ergebnis ins Verhältnis zur Größe des Bildsensors.

Klingt komplizierter als es ist!

Für die Makrofotografie ist es manchmal interessant den Abbildungsfaktor zu wissen. Nachfolgend werde ich erklären, wie ihr dies ganz einfach selbst ausrechnen könnt.

Angeregt für diesen Artikel hat mich “JürgenHugo” auf dem Querblog.
Ich hatte ein Makrofoto mit dem Umkehrring aufgenommen und war an der Größe meines maximalen Abbildungsmaßstabes interessiert.
-> Nochmals danke für den Tipp;)

Dann gehts mal los.

 

1. Größe des Bildsensors herausfinden

Als erstes brauchst du die Größe des verbauten Bildsensors in deiner Kamera.
Als Beispiel nehme ich hier den CMOS-Sensor meiner Canon 40D mit einer Breite von: 22,2mm und einer Höhe von: 14,8mm.

 

2. Zwei Testbilder machen

  1. Nimm dir ein Lineal zur Hand und fotografiere dies ungefähr so, dass die Null am linken Bildrand liegt.
  2. Geh so nah mit der Kamera ans Lineal wie es die Schärfe gerade noch zulässt.

 

2.1 – Das erste Bild machst du mit der maximalen Brennweite deines Objektives.

Bei mir waren es mit dem Canon EF-S Objektiv 55mm Brennweite.
Auf dem Lineal konnte ich damit ungefähr eine Breite von 20mm fotografieren:
(Beachtet, dass ich hier den benutzt habe und somit eine weitaus höhere Vergrößerung erziele.)20mm

Notiz:

  • 55mm: 20mm (formatfüllend)

 

2.2 – Das zweite Bild mit der kleinsten Brennweite

Das sind bei mir 18mm. Hier sieht man schon die imense Vergrößerung durch den .
Auf dem Bild habe ich einen Ausschnitt von ca. 5mm.

5mm

Notiz:

  • 18mm: 5mm (formatfüllend)

 

3. ausrechnen

Der ist das Verhältnis zwischen der realen Größe eines Objektes und der Größe dieses Objektes auf dem Bildsensor.

brennweite-abbildung

(Ja, die Grafik ist nicht die tollste, aber ich hab meinen Tablet-PC leider verkauft…)

Hier sieht man die Verhältnisse ganz gut.

- Ein von 1:1 sagt aus, dass der Gegenstand und seine Abbildung gleich groß sind
- Ein von 1:2 sagt aus, dass der Gegenstand doppelt so groß ist wie seine Abbildung
- Ein von 2:1 sagt aus, dass die Abbildung doppelt so groß ist wie der Gegenstand.

Da in meinem Beispiel die Abbildungen immer größer als der Gegenstand waren, wirkt mein Objektiv wie eine Lupe und hat einen x von x:1.

 

1. bei 55mm:

Bei 55mm hatte ich eine maximale Darstellungsbreite von 20mm.
Da der Bildsensor eine Breite von 22,2mm aufweist, folgt der diesem Verhältnis:

22.2/20 mm/mm = 1,11

Bei 55mm Brennweite habe ich also einen von 1:1.

 

2. bei 18mm:

Bei 18mm Brennweite hatte ich eine maximale Abbildungsbreite von 5mm.
Mit der Breite des Bildsensors ergibt sich folgendes Verhältnis:

22.2/5 mm/mm = 4,44

Bei 18mm Brennweite ist mein maximal – mit ca 4,45:1.


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  1. JürgenHugo sagt:

    1) mit ner gescheiten Maus geht scrollen ganz fix – so schnell kannst du gaanich gucken!

    2) Bei 560 mm brauch ich natürlich keinen Blitz – der is einfach immer drauf, wenn ich die Kamera benutze. Das muß fix gehen – Zeit zum Blitz vorkramen haste nich, wenn z.B. die Angela Merkel nackt vorbei hüpft :mrgreen: – da mußte gleich voll draufhalten können!

  2. JürgenHugo sagt:

    Mann – dein Blog macht falsch rum! Die neuen Kommentare stehen oben – nich unten. Ja sage mal – das hab ich ja noch “nie nich” gesehen. Hmm. is das was ganz Neues? :-P

    • Roman sagt:

      Was ganz neues ist das nicht. Kann man in WordPress seit v.2.7 glaub ich einstellen.

      Finde das fördert die Übersicht. Sonst muss man immer bis ganz untern scrollen ;)

  3. JürgenHugo sagt:

    Ja, ja – da hab ich in der Eile die “Vorzeichen” verwechselt! Muß ja “kleiner” sein.

    Ich bin nich so der WW-Typ – lieber Tele. Auf der EOS 1V HS hab ich immer das 2,8/70-200 mm draufgehabt – auf einem kleineren Body (EOS 30) ´n 1,4/50-er. Dazu einen 1,4x Extender und 2x Konverter von Tamron in der Tasche + Kleinkram und Einbein von Manfrotto) Da war ich von 50 mm bis 560 mm “besetzt”. Blitz war natürlich immer auf beiden drauf.

    Bei 560 mm war natürlich Extender+Konverter+Zoom in Endstellung notig – bei Lichtstärke von nur noch 8. Soll man ja eigentlich nich – ging aber, natürlich mit Einbein. Der mittlere Kreuzsensor hat das bei 8 gerade noch so gepackt für Autofokus.

    Übrigens – das 2,8/70-200 ohne IS gibts bei Amazon für ca. 1100,- das ist ein Superobjektiv! Bei dir hätte das ja eine wirksame Brennweite von 112 – 320, bei Lichtstärke 2,8! Ausprobieren könntest du das ja mal für lau – naja “fast” lau. Sprit für 160 km würd dich das kosten – zum Abholen. Für Hin- und Rückfahrt. Weiter wohn ich nich weg. Überleg´s dir mal.

    Ich dräng dir das natürlich nich auf… :mrgreen:

    Gruß an den “Fliegenbändiger” …

    • Roman sagt:

      Ach ja das 70-200mm 2.8. Ein Traum der nie in Erfüllung gehen wird.

      Hatte mir sogar schon das Canon 70-200mm f/4.0 (ohne IS) genauer angeschaut, mir dann doch lieber eine 50mm Festbrennweite gekauft und in den Urlaub gefahren. Kostete ungefähr gleich viel ;) Das f/1,4 50mm ist sicherlich auch nicht schlecht.
      Durch die Finanzkrise werden die Objektive immer teurer. Unglaublich. Das 70-200 f/4 ist um knapp 100€ im Preis gestiegen!

      Das Objetiv mal genau auszuprobieren klingt natürlich verlockend, aber im Moment hab ich für solche Spässe einfach keine Zeit. Die Uni beschäftigt mich gerade mit vielen bösen Klausuren…

      Aber wozu brauchst du bei 560mm Brennweite noch einen Blitz??

      Grüsse

  4. JürgenHugo sagt:

    Sehr schön geschrieben – auf die Idee mit dem Lineal bin ich “gaanich” gekommen. Jetzt hab ich aber noch ne bessere: eine Schieblehre “fotofieren” – da sind dann auch mind. 1/10 mm Striche drauf.

    Um der Korrektheit halber: Schieblehre heißt natürlich richtig “Messschieber” – darf ich doch als bekannt voraussetzen – sonst gibts Google :mrgreen:

    Da müßten doch mit längeren Zooms noch ganz andere Abbildungsmaßstäbe möglich sein – wenns dafür Umkehringe gibt. Bei einem 2,8/ 70-200 von (ungefähr – ich hab das nur überschlagen) 5,6 – 16.1 bzw. 4 – 10:1 bei Vollformat, oder?

    • Roman sagt:

      Hi Jürgen.
      Nett dass du mal “drübergeschaut” hast ;)

      Beim Umkehrring ist das mit der Vergrösserung anders rum. Hier erziele ich mit einer möglichst kleinen Brennweite (in meinem Fall 18mm) eine weitaus höhere Vergrösserung als mit hohen Brennweiten. Daher eignen sich die Canon Kit-Objektive auch so gut dafür. Besser wäre natürlich noch ein Weitwinkelobjektiv, so mit ca. 10mm ;)

      Grüsse
      Roman