Tipps und Tricks für bessere Fotos von Feuerwerken

Wenn an einem schönen Sommerabend die Raketen in allen erdenklichen Farben den dunklen Himmel erleuchten, möchte man diesen Moment am liebsten mit allen teilen. Aber wie? Wie fotografiert man am Besten den Abendhimmel und das Feuerwerk?

Tolle Fotos vom “Seenachtsfest” oder sonstigen Festen sind nicht gerade einfach zu machen.
Nachtfotos sind schwierig, denn es gibt helle Lichtpunkte, aber das Licht leuchtet nichts aus. Es verschwindet in der Nacht.

Die Stärke des Lichts fällt exponentiell mit der Entfernung zu der Quelle, so gibt es helle Flächen und große Bereiche der Dunkelheit. Auch wenn man selbst die hellen und farbigen Punkte am Himmel recht gut erkennen kann, die Kamera schafft das nicht ohne weiteres.

Die Kamera benötigt genug Licht, aber für eine gute Belichtung benötigen Sie lange Belichtungszeiten.
Beim Versuch die Feuerwerke mit langer Belichtung zu fotografieren, also Belichtungszeiten von 1-10 Sekunden oder länger, werden mehrere farbige Raketen total unscharf und verschliert auf dem Bild zu sehen sein. Experimentieren und die Kontrolle des Vorschaubildes auf der Kamera, gibt ein wunderbares Feedback über das zu erwartende Resultat.So wird man schnell rausfinden wie diese Bilder zu schießen sind.

Aufgrund der Länge der Exposition ist die Montage der Kamera auf einem Stativ sehr sinnvoll. Wenn Sie Ihre Kamera aus der Hand auslösen, werden gleich zwei Dinge in Bewegung sein – der Fotograf selbst und die bewegten leuchtenden Raketen am Himmel. Es wird nicht funktionieren. Die langen Belichtungszeiten verwischen die Lichtpunkte und die Funken des Feuerwerks, die für atemberaubende Bilder wichtig sind. Wenn sich die Kamera zu sehr bewegt wird alles sehr verschwommen und verwackelt.

Da die Automatik der Kamera in diesem Fall nicht die richtige Belichtungszeit einstellen kann, sollte man die Kamera von automatisch auf manuell stellen. So hat man die Kontrolle über Belichtungszeit und sonstigen Einstellungen.
Wenn der ISO-Wert zwischen 100-200 liegt, dann ist eine Blendeneinstellung von f/8 bis f/11 ein guter Ausgangspunkt. Wenn die ISO Zahl auf 400-800 gestellt wurde dann ist F/16 bis F/22 ein guter Ausgangspunkt.

Wenn die Lichtpunkte zu hell erscheinen, sollte man die Blendeneinstellung oder die ISO Zahl runterstellen. Wenn die Lichtstreifen auf den Bildern nicht lang genug erscheinen, hilft eine längere Belichtungszeit.

Der Fokus sollte auf unendlich gestellt werden, das kann man bei dSLR ganz gut manuell einstellen, bei Compact Cams verwenden Sie den  “Landschaftsmodus” um das Feuerwerk in den Mittelpunkt rücken. Ein kleines Licht kann nicht schaden um die Anzeigenräder besser zu erkennen. Weiterhin sollte auf keinen Fall der Blitz benutzt werden, sonst wird das ganze Bild nur schwarz. Die leuchtenden Raketen können vom Blitz natürlich nicht angeleuchtet werden.

Ein weiterer großer Vorteil bei der Fotographie von Feuerwerken ist, ungefähr zu wissen wo die Raketen in ihre schönen Farben übergehen werden. Es sollte mit dem Zoom korrigiert werden, falls das Feuerwerk nicht ganz auf das Bild passt, oder zu viel schwarzer Himmel zu sehen ist. Es ist auch eine gute Idee, etwas in den Vordergrund zu stellen, zum Beispiel ein beleuchtetes Gebäude oder eine beleuchtete Brücke. Das ist der Grund, warum Feuerwerk Fotos in den großen Städten so cool aussehen, weil die Lichter der Stadt in den Vordergrund rücken. Wenn es zusätzlich noch einen See, Teich, oder Wasser in der Nähe befindet, sollte man möglichst einen guten Standpunkt finden um die Reflexionen auf der Wasseroberfläche mit in das Bild einfließen zu lassen.

Das nächste Feuerwerk kann kommen.

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ÜBER DEN AUTOR

Roman

PG Hey, willkommen auf meinem Blog! Ich bin 24 Jahre alt und studiere Fahrzeug und Flugzeugtechnik an der FH München. In meiner Freizeit betreibe ich diesen Blog und gehe gerne fotografieren. Um mehr über mich und diese Seite zu erfahren, oder Kontakt mit mir aufzunehmen, habe ich die "About-Seite" eingerichtet. Viele Grüße