Definition des Flächenträgheitsmomentes

[note] Das Flächenträgheitsmoment ist eine geometrische Größe eines Querschnitts, die bei der Biegung eine wesentliche Rolle spielt. Flächenträgheitsmomente sind Flächenintegrale der 2. Ordnung. [/note]
Diese sind eingeteilt in axiale, biaxiale und polare Flächenträgheitsmomente, ihre Einheit ist:
![[Laenge^4]doubleright[cm^4] [Laenge^4]doubleright[cm^4]](http://romanharcke.de/wp-content/plugins/wpmathpub/phpmathpublisher/img/math_974_7afb50f6430a75fd5466e3861bba45c7.png)
axial:
biaxial – Deviationsmoment/Zentrifugalmoment:
polar:
Die Größe eines Flächenträgheitsmomentes, hängt von der Lage des Koordinatenursprungs und der Richtung der Koordinatenachsen ab.
I_y, I_z und I_p sind immer positiv, wobei I_yz positiv, negativ, oder gleich Null sein kann.
Letzteres gilt, wenn die Fläche A symmetrisch zu mindestens einer Bezugsachse ist.
In der Skizze wäre I_yz gleich Null, da die z-Achse eine Symmetrieachse ist und sich die Flächenintegrale aufheben. (+y / -y)
Es existiert zu jedem Flächenelement dA mit positivem Abstand +y, ein Element mit gleichem negativen Abstand -y.
Das Integral über die Gesamtflächen ist somit gleich Null.

Falls die Fläche aus mehreren Teilflächen besteht:

Die weiteren Flächenträgheitsmomente erhält man auch analog durch Summation:
Beispiel:
Berechne das Flächenmoment 2. Ordnung (Flächenträgheitsmoment) für ein Rechteck (Breite b und Höhe h) bezüglich der seitenparallelen Achsen y und z durch den Schwerpunkt S.

Um zunächst I_y zu bestimmen, wähle ich ein Flächenelement dA (siehe Skizze). Dieses ist infinitesimal klein und alle Punkte in diesem Flächenabschnitt haben somit den gleichen Abstand z von der Koordinatenachse y.
Die Breite der infinitesimalen Fläche ist dz. Somit gilt für dessen Fläche: 
Folglich können wir rechnen:

Auf I_z kommen wir ganz einfach durch vertauschen von b und h:

Das Deviationsmoment I_yz ist bei mindestens einer Symmetrieachse gleich Null. In unserem Beispiel haben wir sogar zwei Symmetrieachsen.

Das polare Trägheitsmoment errechnet sich durch die zwei nun bekannten Größen I_y und I_z:

Parallelverschiebung der Bezugsachsen durch Steineranteile

Möchte man das Bezugssystem aus dem Schwerpunkt eines Körpers verschieben, kommen die Steineranteile zum Einsatz.
Die Schwerachsen sollen jetzt durch Parallelverschiebung versetzt werden.

Logische Folgerung:
z und y müssen zum Überführen in das neue Koordinatensystem um die Abstände
verlängert werden.
Somit gilt für das neue Koordinatensystem folgendes:

und für die Trägheitsmomente des
Systems:



Da die statischen Momente (Flächenmomente 1. Ordnung)
bezüglich der Schwerachsen y,z verschwinden, folgt daraus mit
folgendes:
Die Steiner Glieder sind
. Die Gleider selbst sind immer positiv.
Roman
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1 Kommentar
danberker (Dan Berker) says:
Jan 8, 2010
Flächenträgheitsmomente und Steiner-Anteil http://romanharcke.de/flachentragheitsmomente-und-steiner-anteil/