Heute nahm ich mir Zeit mein neues Objektiv auszuprobieren und marschierte in den Westpark und einige der dort überwinternden Enten, Schwäne und Gänse zu fotografieren. Unter vielen anderen tollen Fotos hab ich hier mal die wunderschöne, relativ seltene Mandarinente vorgestellt.

Viel Spaß damit :)

Mandarinente-Erpel

Aussehen der Mandarinenten

Die Mandarinente wird auch “Glanzente” genannt, deren Name auf den metallischen Schimmer ihres Gefieders anspielt. Diese Ente zählt zu den mittelgroßen Gattungen und erreicht eine maximale Körperlänge von bis zu 45 cm. Den stets prächtigen und farbenreichen Erpel erkennt man recht einfach an seinem grün-metallisch schillernden Haarschopf, dem kastanienbraunen Gefieder, dem großen weißen Streifen um die Augen und den erstaunlich großen orangefarbenen Flügelfedern. Der Schädel wirkt relativ groß.
Die Männchen zeigen keine Farbvariabilitäten, dennoch sind die Kopfschmuck- und Segelfedern ungleich entwickelt. Im Ruhekleid weisen die Erpel der Mandarinente viele Ähnlichkeiten mit dem Federkleid der Weibchen auf.
Bei ihnen sind jedoch Brust und Flanken klarer gelbbraun gezeichnet. Der Rücken ist etwas dunkler und der Schnabel ist matt karminrot. Mandarinenten beginnen ab Mitte Mai mit dem Federnwechsel ins Ruhekleid. Das Kleingefiedermauser wird gebildet. Dann werden die Steuerfedern ausgebildet und im Juli ereignet sich der Abwurf der Schwingenfedern. Der Übertritt ins Prachtkleid beginnt Ende August.
Das graubraune Weibchen ist relativ unscheinbar, hat einen weißen Augenring mit einem langen Lidstrich, ein weißes Kinn und eine scheckige Unterseite. Die Weibchen sind leicht mit den Weibchen der Brautente zu vertauschen. Die Weibchen der Mandarinente sind alles in allem etwas kleinlicher und sind verglichen mit Brautentenweibchen an der Flanke gröber gefleckt und haben einen dünneren weißen Augenring. Das Haupt ist grau und nicht grünlich. Die Armschwingen haben überdies einen grünlichen Spiegel und weiße Kronen. Auch beim Weibchen fallen die großen und rundlichen Flankenfedern ins Auge. Beim Weibchen startet die Mauser nach dem Brutende. Im Flug ist bei beiden Geschlechtern der dunkelgrüne Spiegel erkennbar. Der kleine und spitze Schwanz ist dabei das auffallendste Erkennungszeichen, an dem fliegende Mandarinenten erkannt werden können.

Mandarinente-Mannchen-Weibchen

Verbreitung und Bestand

Der natürliche Aufenthaltsort der Mandarinenten ist in Nordostchina und in dem Amurgebiet, wo es derzeit noch ca 1.000 Paare gibt, sowie in Japan mit annähernd 5.000 Pärchen. Der Bestandsrückgang ist hauptsächlich auf eine Vernichtung ihrer Lebensräume zurückzuführen.
Die in England lebenden Vögel werden gegenwärtig als eigene Population angesehen, da sie sich seit längerer Zeit unbeaufsichtigt vermehrt. Ein weiterer Ansiedelungserfolg ereignete sich nach 1975 in Brandenburg. Dort vermehrten sie sich bis mindestens 1990. Leider waren diese Mandarinenten einem erheblichen Druck durch Marder ausgesetzt, so dass diese Einbürgerung der Mandarinenten in Deutschland schlussendlich missglückte. Der europäische wildlebende Bestand scheint mit ungefährt 7.000 Brutpaaren inzwischen den asiatischen zu übertreffen.
Alles in allem gibt es laut IUCN annähernd 65.000 Mandarinenten. Der Gesamtbestand gilt als ungefährdet.

Mandarinente-Putzen-Gefieder

Lebensart

Der favorisierte Lebensraum der Mandarinente sind Binnengewässer in Wäldern. Mandarinenten befürworten oligotrophe Gewässer und Teiche. Sie lassen sich ansonsten an den Mittel- und Unterläufen zahlloser Flussläufe der Laubwaldtaiga nieder. Die Mandarinente brütet in Baumhöhlen, die sich bis zu neun Metern über dem Erdboden gefinden. Mandarinenten sind nicht sehr kälteempfindlich und somit auch im Winter recht aktiv.
Die Mandarinente brütet in ihrer Baumhöhle 6 – 10 weiße Eier, die ca 5 cm messen und brütet diese in zirka 31 Tagen aus. Dank ihrer spitzen Krallen und langen Schwanzfedern zum Abstützen, können sich sogar schon die kleinen Küken so sicher in den Zweigen bewegen wie ihre Eltern.
Junge Mandarinenten sind mit etwa 40 bis 45 Tagen bereit zu fliegen. Sie verlassen dann das elterliche Brutrevier und formen Schwärme, die sich an geeigneten Gewässern ansiedeln.

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ÜBER DEN AUTOR

Roman

PG Hey, willkommen auf meinem Blog! Ich bin 24 Jahre alt und studiere Fahrzeug und Flugzeugtechnik an der FH München. In meiner Freizeit betreibe ich diesen Blog und gehe gerne fotografieren. Um mehr über mich und diese Seite zu erfahren, oder Kontakt mit mir aufzunehmen, habe ich die "About-Seite" eingerichtet. Viele Grüße