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Juli 15, 2009 Persönliches 1 Kommentar

[Dieser Artikel ist auch als .mp3 verfügbar]

Ein Artikel über den tieferen Sinn des Bloggens, der zu verstehen geben soll, welche Überlegungen und Wünsche hinter einem Blog stehen. Ich möchte klären, warum man überhaupt bloggt und was man sich selbst damit verspricht.

Ich blogge nun schon seit einem Jahr und habe einiges an Erfahrung gesammelt. Viel gute Erfahrung, Enttäuschung, ein bisschen Leere und ein ganz kleines bisschen an schlechter Erfahrung. Doch irgendwas an dieser Blogger Geschichte triebt mich an. Irgendein Gefühl sagte mir, ich müsse noch einmal ganz von vorne beginnen und eine persönlichere Webseite starten. Dieser Artikel soll aber keine Rechtfertigung sein, viel eher zur Selbstfindung dienen und einigen da draußen im Web 2.0 vielleicht etwas die Augen öffnen, damit die Bloggersphäre lernt zusammen zuhalten!

Bloggen ist eine Art Lebenseinstellung. Ich schreibe Artikel für Menschen die ich nicht kenne, die ich noch nie gesehen habe. Was verleitet mich dazu?

In diesem Artikel möchte ich versuchen zu erklären was mich antreibt, warum ich diese Webseite erstellt habe und was ich damit bezwecken möchte.

 

Der Neuanfang

Mein erster WordPress.com Blog war recht erfolgreich. Ich hatte viele Artikel geschrieben, hatte viel recherchiert und gute Suchmaschinenrankings auf diese Artikel erhalten. Erfolgreich ist hier natürlich relativ zu sehen, ich für meinen ersten Versuch war höchst zufrieden.
Auf einigen Artikeln haben viele Besucher kommentiert, doch meist nur weil sie Problemlösungen suchten. Klar das war ja auch das Thema des Artikels, aber ich merkte schon damals, dass ich in Sachen Feedback mehr erwartet hatte. Nur sehr vereinzelt gab es Anerkennung oder Lob für die Artikel, die zeitweise täglich 1’500 Besucher anzogen. Aber sind Hits und Besucherstatistiken alles?

 

Was hat mich schlussendlich dazu verleitet, einen neuen Versuch zu starten? Wollte ich die Anerkennung und das Feedback bekommen das ich mir erwartet hatte? Hatte ich das Gefühl den Menschen mehr mitzuteilen als vorher?

Ich denke alle diese Aspekte haben in meiner Entscheidung eine große Rolle gespielt.

Diese Webseite habe ich nun seit vielleicht 2 Wochen und es steckt schon jetzt eine Menge Arbeit drin. Ich hatte einige Zeit mit mir selbst gerungen all dies wieder auf mich zu nehmen. Denn lasst es euch gesagt sein, die die gerade ebenfalls mit einem persönlichen Blog liebäugeln, das alles aufzubauen bis es euch gefällt, benötigt Zeit. Viel Zeit! Hab ihr sie und interessiert euch ein bestimmtes Thema – macht es einfach! ;)

Die Domain war gecheckt – meinen eigenen Namen als .de Domain erschien mir sinnvoll. Das deutet gleich auf eine sehr persönliche Webseite hin. Webspace angemietet und WordPress mit diesem Premium Theme (WP Remix) installiert.

 

Was habe ich mir für Ziele gesetzt?

Ich wollte eine persönliche Webseite die Informationen über mich enthält, auf der ich mich frei entfalten kann. Auf der Interessierte sich ein Bild von meiner Person machen können. Ich hatte eine ganz bestimmte Vorstellung von einer übersichtlichen Webseite, von Themen die ich behandeln wollte und welche “Message” ich übermitteln wollte.
Es sollten Anleitungen zu Internet Themen und Fotografie sein. Ich wollte meine selbstgemachten Bilder in einer Gallerie zeigen und meinen Freunden eine Möglichkeit bieten mir und meinen Projekten zu folgen.

 

 

Wurden diese Ziele erfüllt? Bin ich zufrieden?

Gute Frage! Nichts wird in Wirklichkeit genauso, wie man es sich vorgestellt hat. Doch das macht solche Sachen ja gerade interessant.
Ich komme mittlerweile gut mit dem Theme zurecht, doch anfangs hatte ich mir mehr erwartet. Es sollte alles dynamischer und einfacher zu editieren sein. PHP Kenntnisse musste ich mir online aneignen und so sind dann gleich die ersten Artikel entstanden. Während ich an meiner Webseite arbeitete, teilweise sogar einen kompletten Tag lang, entstanden also nebenbei Artikel über WordPress.
Ich meldete mich bei Twitter an und fügte es auf der Startseite ein. Ich änderte Plug-Ins nach meinen Vorstellungen ab und editierte das Menü, so dass es bestimmte Kategorien anzeigt. Ich verbrachte Ewigkeiten mit den Anpassungen, weil ich eine Person bin, die bei solchen Dingen nicht aufgibt, bis ich es eben irgendwann schaffe.

 

Eigentlich kann ich sagen, dass meine damaligen Ziele erfüllt wurden. Ich wollte bei den Suchmaschinen aufgenommen werden und das hat auch sehr gut geklappt. Meine Artikel erscheinen viel schneller als bei meinem alten Blog. Viele Besucher habe ich noch nicht (zw 25-55 / Tag) und ich habe noch keinen persönlichen Artikel verfasst…Bis auf diesen.

 

Doch bin ich jetzt wirklich zufrieden?

Nicht wirklich.
Ich habe mittlerweile einfach realisiert, dass es nicht die Klicks und Besucherzahlen sind, die einem Blogger DIE Erfüllung bieten. Man sollte sich nicht krampfhaft an SEO orientieren, nicht 1o Mal am Tag die Statistiken checken und krampfhaft darauf warten, dass was passiert.
Ich sollte verstehen, dass eine Webseite nichts ist, was sich schnell aufbauen lässt. Es dauert bis sich Leser finden und man eine Beziehung aufbauen kann. Man sollte gerade bei einer frisch erstellten Webseite nichts überstürzen und sollte sich schon gar nicht “gezwungen” fühlen etwas zu schreiben. Das mindert nicht nur die Qualität des Artikels, sondern lindert zusätzlich auch den Spaßfaktor an der ganzen Sache.

 

 

Was möchte ich jetzt eigentlich vermitteln?

Ich möchte hiermit sagen, dass eine Webseite und die behandelten Themen auf den persönlichen Interessen und nicht auf einer Suche nach den besten Keywords basieren sollte.
Ich wollte zeigen, dass jeder Besitzer einer Webseite viel Arbeit, Zeit und Überlegungen in das Projekt steckt und wenn durch hilfreiche Artikel, Besuchern geholfen werden kann, dann freut ihn das.
Denn genau das ist unser Ziel! Wir sind wahrschienlich tief in unserem Inneren auf der Suche nach Anerkennung.
Wir wollen zwar nicht gesagt gekommen: “Oh, das findet Mami aber toll was du da schreibst. Dafür gibts jetzt auch dein Lieblingsessen”; – aber jeder von uns Webmastern freut sich über einen Kommentar, über eine Bemerkung, oder eine konstruktive Kritik. Man sollte offen für Beziehungen (Verlinkungen) zu anderen Webseiten sein, sollte ebenfalls viel auf anderen Blogs lesen und kommentieren. Man sollte sich mehr Zeit nehmen, einen Artikel wirklich zu verstehen und in den Kommentaren auf die Problematik eingehen.

 

 

Schlusswort:

Die Blogger sollten sich ein Herz fassen und viel mehr untereinander kommentieren und ähnliche Artikel verlinken. So ein Kommentar hilft ebenfalls bei der Promotion der eigenen Webseite und man tut dem Verfasser einen Gefallen und zeigt ihm, dass es nicht nur Klicks sind die auf seine Seite kommen, sondern echte, sich interessierende Menschen!


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  1. Rhino sagt:

    Schön geschrieben!

    Ich denke ebenfalls wie du.
    Meine Vorstellungen von einer zusammenhaltenden Bloggosphäre wird hoffentlich so langsam Realität. Man findet immer mehr Artikel wie diesen und das freut mich ;)

    Nur auf diese Weise können sich die Blogger in Deutschland etablieren. Die ganzen Suchmaschinenopitmierungen sollte man einfach durch viel Kommentieren und lesen ersetzen.
    Weiter so!

    Viele Grüße