twitterTwitter wurde diesen Donnerstag für einige Stunden lahmgelegt beim Versuch, sich gegen eine Internet Attake zu verteidigen. Diese nahm ihren Ursprung wahrscheinlich in Russland oder Georgien. Der Angriff überforderte das Programm “Twitter”, in welchem Benutzer kleinere Blog Einträge posten können, das daraufhin offline ging.

Verursacht wurde der Funktionsausfall dadurch, dass Hacker eine Flut von Anfragen an die Website sendeten, die diese nicht alle verarbeiten konnte und die einen Absturz verursachten. Den meisten der 45 Millionen Twitter benutzer war es so nicht möglich, den Dienst in dieser Zeit zu nutzen.

Die Quelle des Angriffs konnte trotz vieler Analysten nicht mit Sicherheit festgestellt werden.

Bill Woodstock, Forschungsdirektor der Abteilung für Daten Traffic eines nichtkommerziellen Unternehmens, sieht den Angriff jedoch als eine Fortführung des Konflikts zwischen Russland und Georgien. Obwohl auch er keine genaueren Aussagen zur Quelle des Angriffs macht, vermutet er den Ursprung der Störung darin, dass eine der beiden Parteien vermehrt Propaganda gepostet hatte, woraufhin die andere Seite mit den Spam- Anfragen reagierte.

Normalerweise gehen derartige Angriffe von sogenannten Botnets aus, in denen die Anfragen automatisch von vielen verschiedenen Quellen gesendet werden oder von Netzwerken aus Computern, die versuchen, das Programm mit schädlicher Software zu schädigen.

Laut Woodstock wurde in diesem Fall der Absturz jedoch von einer Welle Spam Emails ausgelöst, die Twitter um 10:25 infiltrierten und zu einer Verweigerung des Service seitens Twitter führte.

Ebenfalls betroffen waren Youtube und LiveJournal, wenn auch nicht in derartigem Ausmass. YouTube stellte offensichtlich keinerlei Funktionsausfälle fest.

Biz Stone, der Gründer von Twitter, äusserte sich am späten Donnerstag Morgen in einem Twitter Post mit folgender Erklärung: ” Wir gehen bereits gegen die Attake vor und werden die Nutzer auf dem laufenden halten über die Ereignisse, während wir weiterhin versuchen, die Attake abzuwehren und anschliessend ermitteln, wer die Verantwortlichen sind.”

Eine Sprecherin des Unternehmens, Jenna Sampson, weigerte sich, noch weitere Äusserungen zu machen. Um 14:30 Uhr hatte Twitter immernoch Probleme damit, seinen Dienst allen Benutzern zur Verfügung zu stellen.

Stefan Tanase, der für die Verfolgung von derartigen Angriffen bei Kaspersky Lab, einem IT Security Unternehmen, zuständig ist, äusserte sich dazu wie folgt: “Es ist äusserst ungewöhnlich, dass ein derartiger Angriff so lange anhält. Normalerweise weiss sich eine Website dagegen zu verteidigen, aber Twitter hat eine Vorgeschichte, was Security Lücken angeht und dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass das Unternehmen in dieser Hinsicht über kein ausgereiftes Konzept verfügt.”

Auch Facebook war offenbar von einer Störung betroffen, allerdings ist unklar, ob zwischen den beiden Vorfällen eine Verbindung besteht.

Am frühen Morgen bekam laut Tanase auch Facebook Anfragen gesendet, die wohl auch auf einen Absturz durch Überbelastung abzielten, jedoch wirkte sich dies nur auf einige wenige Benutzer aus und führte zu keinem Ausfall des Services. Facebook versicherte, Benutzerdaten seien zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen und man bemühe sich, den gewohnt zuverlässigen Service so schnell wie möglich wiederherzustellen.

Bis vor ungefähr einem Jahr gab es bei Twitter so regelmässig Zwischenfälle, dass es für die Nutzer schon zur Regel wurde. Die putzige Grafik eines gestrandeten Wales, welcher von Twitter Vögeln zurück ins Meer getragen wird und den Benutzern mitteilt dass eine Störung vorliegt, trat oftgenug auf, um mit dem Spitznamen “The Fail Whale” geehrt zu werden.

“Jedoch bleibt zu sagen, dass dererlei Zwischenfälle in den letzten Monaten die Ausnahme darstellten” sagte Peter Alguacil ein Analyst für ein Unternehmen, dass die sogenannte “Downtime” einzelner Websites, also die Zeitspanne, in der der Service nicht erreichbar ist, verfolgt. Er bekräftigte erneut, dass dies der mit Abstand grösste Zwischenfall gewesen sei, den Twitter in diesem Jahr zu verzeichnen hatte.

Attakten dieses Ausmasses sind laut Experten extrem selten.”Die meisten grösseren Websites sind gut gewappnet.” äusserte Mr. Cooley, einer der obengenannten Experten. “Vielleicht hat es Twitter jedoch nicht fertiggebracht, angesichts seines “astronomischen” Wachstums und unglaublichen Erfolgs, in gleichem Ausmass die notwendige Sicherheit aufzubauen.”

Die Besorgnis, die diese Attake hervorgerufen hat geht jedoch beinahe unter in der Begeisterung über die Rolle, die Twitter inzwischen in der alltäglichen Kommunikation übernommen hat. Sowohl Unternehmen als auch private Nutzer benutzen das Programm regelmässig für Kurznachrichten ( es sind Nachrichten bis 140 Zeichen möglich ). Ausserdem stellt Twitter eine unzensierte Informationsquelle dar, besonders sei hier erwähnt der kürzlich aufflammende Protest nach den Iranischen Wahlen.

“Auch grosse Marketing Firmen nutzen Twitter zwecks Marktforschung”, wie Mr. Cooley weiterhin sagte “Die Nutzer schränkt es persönlich ein, wenn eine Seite wie diese nicht erreichbar ist”

 

Nach folgendem Artikel: http://www.nytimes.com/2009/08/07/technology/internet/07twitter.html?_r=2

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ÜBER DEN AUTOR

Roman

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