EintagsfliegeGar nichts!

Keine Photosynthese, Wärmeabsorption, oder sonstiges – Sie fressen gar nichts und nehmen keine Energie auf! Im Laufe der Evolution haben sich die Fressorgane zurückgebildet und ihr Darmtrakt funktioniert nicht mehr. Doch wie kann das sein? Wie wird die lebensnotwendige Energie von Generation zu Generation weitergegeben?

Wir sehen das Leben von diesen Tieren total falsch.

Sie leben als Fliege zwar nur ca. einen Tag (manche einige Stunden, manche mehrere Tage), haben zu diesem Zeitpunkt jedoch schon drei bis vier Jahre unter Wasser als Larve erlebt.
Eintagsfliegen fressen sich in diesem Zeitraum ihren gesamten Energiehaushalt an, dieser muss für die Fortpflanzung und das Eierlegen reichen, letzteres können sie nur in ihrem finalen Stadium als Eintagsfliege vollbringen.

lebenslauf

Die Larven sind überwiegend phytophag. Sie ernähren sich von Algen und pflanzlichem Detritus (lat. detritus: „Abfall“) also von Produkten eines zellularen Zerfalls. Es gibt sogar räuberische Arten, die sich von Kleintieren ernähren. Sie haben große Facettenaugen und gut entwickelte Mundwerkzeuge.

Größe der Larven Ihre Entwicklungsdauer beträgt bei kleinen Arten 1 Jahr, bei großen Arten bis zu 3 Jahren.
Fortpflanzung Die Männchen der Eintagsfliegen warten in großen Schwärmen auf die Weibchen. Die Begattung erfolgt in der Luft.

Die Larven der Eintagsfliegen haben Komplexaugen und man erkennt sie an den drei Schwanzfäden (Ausnahme: in der Gattung Epeorus haben die Larven nur zwei Schwanzanhänge). Alle haben aber Tracheenkiemen an den Seiten der ersten sieben Hinterleibssegmente, die bei den meisten Arten aktiv bewegt werden können. Die Füße haben je eine Klaue.

Unvollständige Entwicklung, also kein Puppenstadium, dafür ein sog. Subimago-Stadium, ein flugfähiges Stadium, das sich nach wenigen Minuten bis hin zu einem Tag noch einmal zur erwachsenen Eintagsfliege häutet.

Nahrung Algenrasen oder verwesendes pflanzliches Material
Optima abiotischer Faktoren Die Larven der Eintagsfliegen signalisieren die Gewässergüten I bis II und II, nur die Gattung Epeorus kommt nur in Gewässern der Gewässergüte I vor.
Vorkommen Klare bis leicht belastete Bäche
Soziales Zusammenleben Keines

written by Roman Harcke

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ÜBER DEN AUTOR

Roman

PG Hey, willkommen auf meinem Blog! Ich bin 24 Jahre alt und studiere Fahrzeug und Flugzeugtechnik an der FH München. In meiner Freizeit betreibe ich diesen Blog und gehe gerne fotografieren. Um mehr über mich und diese Seite zu erfahren, oder Kontakt mit mir aufzunehmen, habe ich die "About-Seite" eingerichtet. Viele Grüße