Habt ihr ein Auto? Die Tankstelle zieht euch die Scheinchen aus der Tasche?
In Winter muss man frieren, um Heizkosten zu sparen? Na gut vllt etwas überttrieben, aber wer von euch alleine wohnt, bekommt sowas hautnah mit. Steigende Energiepreise.

Doch warum steigen sie an, und was steckt dahinter?

Wenn man jetzt denkt, das läge an den schwindenden Ressourcen liegt man (vorerst) falsch.

Der Großteil der Kostenerhöhung zeugt von Spekulationspreisen. Herrscht zum Beispiel Krieg oder eine schwere Naturkatastrophe in dem Land wo unser Rohöl gefördert wird, treiben Börsenspekulanten den Preis künstlich in die Höhe. Zur Zeit des Irakkrieges, den anhaltenden starken Konflikten im Nahen Osten, ebenfalls während dem Hurrikan Katrina war die Ölförderung im Golf von Mexiko sowie in den Raffinerien in den USA stark beeinträchtigt. Es war kein Nachschub an Rohöl gewährleistet, so mussten die Terminmärkte für Öl spekulieren. Der Preis von Rohöl stieg gegenüber 1991 sogar auf rd. 350 % im Dezember 2007.
Langfristig wird die Verknappung der technisch und wirtschaftlich gewinnbaren Mengen sowie die erhöhte Nachfrage nach Öl sowohl der Industriestaaten als auch der weniger entwickelten Länder zu einer weiteren Verteuerung dieses Rohstoffs führen. Analog steigen die Erdgaspreise, die an die Entwicklung der Ölpreise gebunden sind, mit einer ungefähr halbjährigen Verzögerung.

Interessant hierbei ist, dass der Einfuhrpreis der Kohle viel weniger schwankte. Das liegt vor allem daran, dass diese an mehreren Orten über die Erde verteilt, teilweise sogar kostensparend durch Tagebau gefördert werden kann. Allerdings stellt das statistische Bundesamt derzeit hier deutliche Preisanstiege fest: Im Mai 2008 lag der Preis für Steinkohle um 41,5% über dem im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Gründe hierfür liegen bei dem stark wachsenden Verbrauch von Kohle besonders in China, Indien und den USA sowie im stetigen Wachstum der Stahlerzeugung.

China ist zur Zeit die Nummer Eins im Kohleverbrauch. Sie beziehen 75% ihrer gesamten Energie aus Kohle.

Zitat der ‘Zeit’: “Allein der chinesische Kohleverbrauch wird von zuletzt rund 2,2 Milliarden Tonnen im Jahr wohl auf rund vier Milliarden Tonnen im Jahr 2020 anwachsen. Das Land muss einen Teil der benötigten Kohle inzwischen importieren. Um den damit verbundenen Emissionszuwachs beim heutigen Stand der Kohletechnik auszugleichen, müssten ganze westliche Volkswirtschaften ihre CO2-Emissionen auf Null senken.”

Für einen direkten Vergleich vielleicht nicht passend, aber die Förderquote in Deutschland liegt bei 25,7 Mill. Tonnen im Jahr 2004. Man muss hier natürlich berücksichtigen, dass Deutschland weniger Einwohner hat und somit auch weniger Energiebedarf.

Auch die Verbraucherpreise der verschiedenen Energieträger stiegen zwischen 1991 und 2007. Ursachen sind die erhöhten Einfuhrpreise, der fehlende Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt und die Steuerpolitik (Besteuerung von Ölprodukten, Gas und Strom in Abhängigkeit der Verbrauchergruppe).

Im Jahr 2007 belief sich eine Kilowattstunde Strom im Haushalt auf 0,207 €.
Und so setzt sich der Preis zusammen:

Erzeugung 24 %, Transport und Vertrieb 35 %; Konzessionsabgabe 9 %; Stromsteuer 10 %; Umlage des Gesetzes für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG) 1 % und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 5 % sowie Umsatzsteuer 16 %. Dabei verursachten im Wesentlichen Kostenerhöhungen bei Erzeugung, Transport und Vertrieb (zwischen 59 – 93 % pro Jahr) den Strompreisanstieg seit 2001.

written by Roman Harcke

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Roman

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