Das iPad iat ja bekanntlich ein “magisches und revolutionäres” Gerät, auf dem bequem alle Arten von Medien genossen werden können. Es kann Musik und Filme abspielen, das Internet durchstöbern oder die neusten News anzeigen und ist dabei kleiner, leichter und eleganter als ein NetBook oder Laptop. Das iPad wird vollkommen zurecht in den Himmel gelobt, wenn es um die Darstellung der verschiedenen Medien geht.
Doch stellt das iPad auch die andere Seite zufrieden?
Wie schnell lässt sich ohne Tastatur und Maus schreiben, lassen sich Bilder bearbeiten oder einfügen und kann ich Code auf dem Touchscreen bearbeiten? Bieten die Apps die selben Funktionen, die ich am PC gewöhnt bin?
Nun ist das iPad schon eine Weile auf dem Markt und viele Entwickler haben sich darüber die Köpfe zerbrochen. Herausgekommen sind dabei meistens Apps die niemand braucht, einige jedoch sind mittlerweile kaum mehr wegzudenken und verwandeln euer iPad in eine wahre Multitasking-Maschine.
Und genau diese Apps möchte ich euch nun vorstellen!
Lebenswichtige Blogging Apps für das iPad
Ohne diese Apps kann man das Bloggen gleich vergessen. Sie bilden die Grundlage für erfolgreiches Bloggen am iPad.
1. WordPress
Da mein Blog mit WordPress läuft, ging mein erster Gedanke zu diesem App. Es bietet eigentlich alles wichtige und noch einiges mehr.
Das WordPress App ist sehr übersichtlich gestaltet und gliedert Kommentare, Artikel und Seiten in der linken Sidebar.
Hier lässt sich bequem eine Auswahl treffen. Sobald ein Artikel geöffnet wird, erscheint dieser in der HTML Ansicht auf der rechten Seite und kann nun bearbeitet oder neu erstellt werden.
Leider finde ich die HTML Ansicht etwas unübersichtlich, das löst BlogPress besser.
Weiterhin kann der Titel, die Tags und die Kategorie zur Veröffentlichung ausgewählt werden.
Ich schreibe diesen Abschnitt gerade mit dem WordPress App und muss leider eine schlechte Reaktionszeit feststellen. Ich tippe die Wörter ein, doch sie erscheinen erst einen kurzen Moment danach im Textfeld. In dem BlogPress App funktioniert das Schreiben ohne Verzögerung und ist um einiges direkter.
Es lassen sich mit dem WordPress App Tags und Kategorien vergeben, natürlich kann man einen Titel angeben und der Standpunkt zur Zeit der Veröffentlichung lässt sich ermitteln.
Sobald ich aber ein Bild einfügen möchte, stößt das App bei mir schon an seine Grenzen. Das Hochladen aus der Galerie stellt keine Probleme dar, das Einfügen in den Artikel dafür umso mehr. Man kann die Position des Bildes nur vor oder hinter den Content bestimmen, nicht zum Beispiel an die Position des Cursors. Ausserdem erscheint bei mir dasa Bild nicht im Artikel, was meiner Meinung nach eine totale Fehlfunktion dieser Funktion darstellt.
Das WordPress App konnte den Screenshot leider nicht einfügen, er erschien nicht im Artikel. So musste ich es über den Blog hochladen. Mit Medien hat das App also seine Probleme..
2. BlogPress
Das BlogPress App ist eigentlich gleich aufgebaut wie das WordPress App. Auf der linken Seite findet man die Sidebar, also das eigentliche Menü. Dort lassen sich allerdings nur die Artikel auswählen, die Kommentare kann man mit dem Programm nicht bearbeiten oder freigeben. Auf der rechten Hälfte befindet sich der Editor, der eine grafische Darstellung bietet.
Ebenfalls lässt sich hier der Titel für den Artikel bestimmen und der Blog zur Veröffentlichung wird ausgewählt. Diese Funktion finde ich ja eigentlich überflüssig. Tags und Kategorie des Artikels lassen sich ebenfalls bestimmen, sowie der geografische Standpunkt zur Zeit der Veröffentlichung.
Es befindet sich ein HTML Button im Menü, über den man bequem Links einfügen kann, die Schriftart ändern, fett oder kursiv schreiben und eben alle grundlegenden HTML Befehle leicht abrufen kann.
Hier stört mich allerdings, dass der “Speichern” Button nur “Spe…ern” anzeigt. Die Menüleiste bietet so viel Platz, der kann ja wohl benutzt werden!
Erfreulich finde ich bei BlogPress, dass das Programm eine lokale Speicherung erlaubt und ich somit unterwegs ohne Internet an meinen Artikeln arbeiten kann und diese dann später zu Hause veröffentliche. Diese werden unter “Local Drafts” direkt auf dem iPad gespeichert und erlauben natürlich einen schnelleren Zugriff. Vielleicht ergibt sich daraus auch die bessere Reaktionszeit beim Schreiben, das ist aber nur eine Vermutung.
Mir fällt leider noch negativ auf, dass sich der Textbereich nicht automatisch beim Schreiben nach oben bewegt.
Wenn ich also einen größten Absatz schreibe, verschwindet der Cursor unter der eingeblendeten Tastatur und ich kann mein Geschriebenes kaum mehr sehen. Erst nach einiger Zeit bewegt sich das Textfeld nach oben und gibt mir wieder die Sicht auf den Cursor frei. Ich kann das natürlich jederzeit selbst hochschieben, aber das nervt ein bisschen.
Naja, wie gesagt nur ein bisschen, eigentlich kann man mit BlogPress sehr gut seine Blogartikel verfassen.
Um ein Bild in den Artikel einzufügen, gibt es ein kleines Fotosymbol in der Menüleiste, über das man in den Uploadscreen kommt. Hier klappt einfach ein kleines Fenster herunter und man sieht seine Bildgalerie aus der man aus einem Album das Bild für den Upload auswählt. Das ausgewählte Bild wird dann in den Artikel eingefügt und kann durch erneutes Antippen in der Größe angepasst und im Artikel ausgerichtet werden. Leider können die Bilder nicht gedreht werden
Fazit
Ich konnte mich mit dem BlogPress App weitaus besser anfreunden. Es bietet alle wünschenswerten Funktionen, wie zB das Vergeben von Schlagwörtern oder Kategorien und trumpft darüberhinaus mit schneller Reaktionszeit, guten Funktionen zum Einfügen von Bildern und es lässt sich zudem wunderbar nach den eigenen Wünschen konfigurieren.
Ausserdem bietet es einen zusätzlichen, riesigen Vorteil gegenüber dem WordPress App, und zwar die Möglichkeit meine Artikel offline zu schreiben und zu speichern, um sie später zu veröffentlichen.
Für mich ist BlogPress somit mein überraschender Gewinner der Bloggingapps auf dem iPad.



4 Kommentare
Jan says:
Mrz 15, 2013
Interessanter Artikel. Gibt’s auch schon was für Joomla?
Grundsätzlich ist das iPad halt eher ein Consumer-Gerät. Mit guten Apps (z.B. auch iA Writer) und einer “echten” Tastatur dran lässt sich zur Not (etwa auf Reisen) auch mal ein Beitrag damit schreiben, aber so richtig Spaß macht das eher nicht.
Lavendelina says:
Sep 14, 2011
Ich habe mir vorgenommen, in unserem Australien-Urlaub ein Reiseblog mit dem IPAD zu schreiben und Deinen Artikel fand ich von daher sehr informativ. Da ich mit der Word-Press-App nicht wirklich so toll zurecht komme, habe ich mir jetzt die BlogPress-App geholt. Allerdings sitze ich gerade davor wie der Ochse vorm Berg. Dein Screenshot zeigt in der oberen grauen Leiste, neben dem “Sp…ern”-Button noch ein Foto-Button und einen HTML-Button. Bei mir gibt es an der Stelle nur den Speicher-Button. Weißt Du evtl. ob man das irgendwo einsellen kann? Unter den Settings kann ich leider nichts finden…
Roman says:
Sep 14, 2011
Hallo!
Das Bild aus meinem Artikel ist natürlich schon etwas älter. Ich hab Blogpress gerade mal geupdated. Wenn du in einen Artikel reinblickst, oder einen neuen verfassen möchtest, dann ändert sich die obere Zeile und es erscheinen die Buttons für die Bilder und für html. Außerdem poppt die Tastatur hervor, dann solltest du die Buttons auf jeden Fall entdecken.
Ich habe mittlerweile noch eine weitere ziemlich gute Blogapp gefunden. Leider erst nachdem ich den Artikel geschrieben hatte. Sie nennt sich Blogsy und dort funktioniert alles etwas dynamischer und übersichtlicher. Musst du dir mal im AppStore anschauen.
Hoffe ich konnte helfen. Noch einen schönen Abend und viel Spaß im Urlaub.
Marc says:
Feb 23, 2011
Hey, die Anleitung ist wirklich nützlich. Ich habe zwar noch kein iPad, werde mir aber wahrscheinlich demnächst eins zulegen. Jetzt hab ich schon mal einen Überblick, wie ich am besten bloggen kann.