Es gibt viele Theorien über das besagte Streifenmuster.
Wissenschaftler, ja sogar Zebraexperten zerbrechen sich den Kopf über den Sinn der Schwarz-Weißen Streifen.
Doch muss die Natur für alles einen Sinn hervorbringen? Kann die Natur etwas zufällig, oder ohne eine absichtliche Reaktion hervorrufen zu wollen, gestalten?
Hier die verschiedenen Theorien kurz umschrieben.
1.a Tarnung
Da Zebras in Herden leben, stehen oder laufen sie meist dicht beisammen. So ist es dank der optisch verwirrenden Schraffierung schwer die Umrisse der einzelnen Tiere auszumachen. Raubtiere sehen also kein Einzelopfer, sondern, aufgrund des psychedelischen Effektes, nur einen Brei aus unendlich vielen, schwarzweissen Streifen.
1.b Tarnung
Wenn die Zebras an einem heißen Tag im hohen Gras stehen, flimmert die Luft und das Streifenmuster verstärkt diesen Effekt. Auch hier die Theorie des psychedelischen Breies.
2. Tsetsefliege mag keine Streifen
Dann war da noch die Theorie, der Tsetsefliege. Diese mag keine Streifen und möchte deshalb anscheinend nicht auf dem glücklichen Zebra landen. Naja dies sei mal so dahingestellt.
/edit: Laut den Kommentaren ist dies keine Theorie mehr, sondern ein Fakt!
3. Die Streifen regulieren die Temperatur der Zebras
Da Schwarz mehr Wärme speichern kann als Weiß, entsteht (anscheinend) an der Außenhaut der Zebras ein Temperaturunterschied von bis zu 20°C. Dieser soll zu gesteigerter Luftzirkulation führen und so, das jetzt um einiges glücklichere Zebra, auch noch kühl halten. Da auch in der Savanne sicherlich immer ein kleines Lüftchen weht, oder jenes entsteht, sobald sich das Zebra bewegt, verfällt dieser thermische Effekt und die Theorie ist ebenfalls dahin.
Fazit:
Es ist durchaus auch bei Fröschen oder ähnlichen Tieren zu sehen, dass ihre Farben und Muster andere potentielle Raubtiere abschrecken und somit glaube ich eher an die ‘psychedelische Brei’ Theorie. Die gefällt mir auch wegen diesem Wort am Besten.
written by Roman Harcke

2 Kommentare
Henning says:
Jan 17, 2009
siehe auch: Jeffrey Waage
Henning says:
Jan 17, 2009
Zitat: “Dann war da noch die Theorie, der Tsetsefliege. Diese mag keine Streifen und möchte deshalb anscheinend nicht auf dem glücklichen Zebra landen. Naja dies sei mal so dahingestellt.” – Dabei handelt es sich um einene wissenschaftlich bewiesenen Fakt. Die weiß-schwarze Streifung ist zwar für das menschliche Auge eher auffällig, als Insekt besitzt die Tsetse-Fliege, die die Nagana-Seuche überträgt, jedoch keine Linsenaugen sondern Komplexaugen, die aus vielen Einzelaugen zusammengesetzt sind. Dieses Komplexauge erlaubt es der Fliege nicht die Konturen eines Zebras zu erkennen. Daher werden Zebras so gut wie nie von Tsetse-Fliegen gestochen!